Vita

Die deutsch-marokkanische Sängerin Miriam Sabba, in Wuppertal geboren, erhielt den ersten Gesangsunterricht in ihrer Heimatstadt bei der Opernsängerin Dora Brockmann. 2001 nahm sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Frau Prof. Barbara Schlick auf, welches sie 2008 erfolgreich mit dem Konzertexamen abschloss.

Ihre Studien erweiterte sie unter anderem durch Meisterkurse bei Kurt Widmer, Klesie Kelly-Moog, Ingeborg Danz, Anna Reynolds und Kammersängerin Brigitte Fassbaender. Sie wird noch immer von ihrer Professorin Barbara Schlick betreut. Weitere Impulse erhält sie durch Renate Biskup. 2004 war sie Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Wuppertal.

Ihr Repertoire reicht von Monteverdi (Poppea in „L'Incoronazione di Poppea“) bis zur Moderne (Venus in Benjamin Schweitzers „Dafne“, Uraufführung von „Longe“ von Thomas Kupsch). Auch im Konzertfach fühlt sie sich sehr zu Hause und hat sich mittlerweile ein großes Repertoire ersungen. Bereits während des Studiums hatte sie erste Gastverträge am Schleswig-Holsteinischen Landestheater. Von 2008 bis 2012 war sie als lyrischer Koloratursopran am Mittelsächsischen Theater Freiberg/Döbeln engagiert. Sie sang in dieser Zeit unter anderem die Titelpartie in Traettas „Antigone“, Ännchen, Pamina und Adina.

Die Zuschauer des Döbelner Theaters wählten sie 2010 zum Publikumsliebling. Gastspiele mit dem Tanztheater Wuppertal Pina Bausch führten die Sopranistin als Diana in Glucks „Iphigenie auf Tauris“ an die Wuppertaler Bühnen und zum Arts Festival nach HongKong.

Auch in ihrer zweiten Heimat Marokko sang sie in Marrakesch einen Liederabend. Mit ihrem marokkanischen Ensemble „Hamimi“ gestaltet sie Märchenabende gepaart mit europäischer klassischer Musik. Für Ihre künstlerischen Verdienste lud sie der marokkanische König, Ihre Majestät Mohammed VI., im Sommer 2014 zum Thronfest nach Rabat ein.

Im Sommer 2012 wurde Miriam Sabba von den Kritikern der Sächsischen Zeitung zur Sängerin des Jahres gewählt. Seit der Spielzeit 12/13 ist die Sopranistin an den Landesbühnen Sachsen engagiert. Wichtige Partien dort sind u.a. Mozarts Susanna, Oscar („Un Ballo in Maschera“), Dorella in Wagners „Liebesverbot“, Gretel, Adele, Anna Reich sowie Créuse in Marc-Antoine Charpentiers „Médée“. In der vergangenen Spielzeit erweiterte sie ihr Repertoire mit Mozarts Konstanze aus "Die Entführung aus dem Serail". Im Sommer 2016 sang sie erneut die Pamina. Diesmal in der Inszenierung von Jan Michael Horstmann auf der Felsenbühne in Rathen. Gerade im Oktober feierte die Sängerin ihre Premiere als Stella in "A Streetcar Named Desire" von Sir André Previn. Im Januar 2017 wird sie dann in der Monodramatischen Oper " Das Tagebuch der Anne Frank " von Grigori Frid zu sehen sein.